Über mich

Wie alles begann

Ich hatte das große Glück mit meinem jüngeren Bruder und meinem Cousin zwischen Pony's, Hasen, Hühnern und Katzen aufzuwachsen. Demnach saß ich bereits auf dem Pferderücken, bevor ich laufen konnte und drehte schon in jungen Jahren unzählige Runden auf meinem damaligen Pony Diana um die Häuser. Meine große Begeisterung für die Pferde habe ich wohl von meinem Opa in die Wiege gelegt bekommen. Mit vier Jahren begann ich, in einem Reitverein zu Voltigieren, bevor es mit fünf Jahren auf Haflingern ans Reiten ging. Als ich größer wurde, kamen die Friesen dazu und die Begeisterung für "schwierige" Pferde wuchs. So traf ich durch großen Zufall mit 17 Jahren auf Siebe. Eine Friesenstute mit großen körperlichen Baustellen und einem sehr angespannten Nervenkostüm. Sie war damals vier Jahre alt, wollte niemanden auf sich reiten lassen und im Umgang war es auch nicht immer einfach. Weil ich mich Hals über Kopf verliebt hatte, dauerte es kein Jahr, bis sie durch eine riesen Überraschung der damaligen Besitzerin plötzlich mir gehörte.
Unsere ersten Jahre waren alles andere als leicht und haben mich viele Tränen gekostet. Doch wir hatten uns einfach gesucht und gefunden und mit der Zeit wuchsen wir sehr eng zusammen. Nach Platzierungen bis zur L* auf Kandare starteten wir 2021 Dressurprüfungen der Klasse L**, und M* hatte ich bereits genannt. Doch irgendwas fühlte sich schon die ganze Zeit nicht richtig an und ich stellte meine ganze Einstellung mitten in der Saison plötzlich in Frage ...

Ich stand jahrelang vor ein und demselben Problem: Ich kam mit der Ausbildung meiner Stute Siebe zwar immer einen Schritt weiter voran, aber es fühlte sich für mich nie richtig gut an. Ich wandte mich an verschiedene Trainer, die alle etwas anderes sagten, aber keiner von ihnen konnte mir die Ursache von Siebes Problemen erklären oder gar eine Lösung nennen. Dann begann sie plötzlich, in den Übergängen leicht einzuknicken, und ich entschied mich sofort dazu, sie nicht mehr zu reiten und die Turniersaison abzubrechen. Da mir nach wie vor keiner erklären konnte, wieso meine Stute diese Reaktionen zeigte, entschied ich mich dazu, selbst Trainerin zu werden. Für mich war klar, es musste einen Weg geben, Pferde gesunderhaltend zu trainieren! Sowohl vom Boden als auch vom Sattel aus.

Wie ich Trainerin wurde

Meine Grundausbildung zum Trainer C Leistungssport legte ich in Münster in der Westfälischen Reit- und Fahrschule ab. Meine Ausbilder zu dieser Zeit waren Jörg Jacobs und Rainer Jäckel, die mich bereits ganz zu Anfang meiner Ausbildung auf den für mich richtigen Weg brachten. Es war ein tolles Gefühl, endlich mit der offiziellen Trainerlizenz in den Händen und mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht ins Auto zu steigen und von Münster nach Hause zu fahren. Ich war einerseits sehr geknickt, nun wieder fahren zu müssen, denn die drei Wochen Lehrgang und Ausbildung haben sich am Ende angefühlt wie drei Tage! Doch die Freude, nun endlich anfangen zu dürfen und anderen Reitern einen besseren Weg aufzeigen zu können, als ich ihn geganen war, überwog. Nach ein paar Wochen musste ich aber leider ein traurige Feststellung machen: Egal, was genau man gelernt hat, es kommt darauf an was man draus macht! Ich traf auf Kollegen, die die gleiche Grundausbildung wie ich hatten oder sogar Pferdwirt oder Pferdewirtschaftsmeister waren. Dennoch sah man eingerollte Pferde mit dem Kommentar „Sporen ran“! und „Lass ihn vorne nicht raus“ oder Pferde, die keinen klaren Takt zeigten, und dies wurde als völlig normal hingenommen. Was war nun mit dem, was uns drei Wochen lang in der Westfälischen Landesreitschule in Münster gepredigt wurde? Der ausbalancierte Sitz, die Ausbildungsskala von Pferd und Reiter, die Harmonie und und und…. Wo ist das geblieben?

Danach folgten viele Weiterbildungen in sehr unterschiedliche Richtungen. Von Blickschulungskursen über Intensivkurse der Bückeburger Hofreitschule mit den Schwerpunkten "die Arbeit an der Hand" und "die Basis im Sattel" ging es weiter mit Kursen über Faszientechniken und der tensegralen Arbeit bis zur Ausbildung als BKR-Trainerin. Da es nie ein Training geben wird, welches für jedes Pferd-Reiter-Gespann funktioniert, wollte ich das Gesamtpaket, um aus mehreren Blickwinkeln zu schauen und mir die besten Ansätze aus verschiedensten Techniken individuell für jedes Pferd heraussuchen zu können. Du wirst bei mir verstehen lernen, warum dein Pferd bestimmte Verhaltensmuster zeigt und wie du deinem Pferd eine Idee davon geben kannst, seinen Körper wieder gesund zu nutzen. Wir werden über die Anatomie sprechen und den ganz speziellen Einfluss von dir in deinem Training. Hau-Ruck Aktionen, schnell nochmal fürs Turnier trainieren oder kurzzeitiges schnelles Training wirst du bei mir nicht finden. Jegliches Training, welches auf Kosten der Pferde geht, lehne ich ab.

Solltest du noch Fragen haben, kontaktiere mich sehr gerne bei Facebook oder Instagram unter "Dressurfreude" oder schreibe mir eine Nachricht. Ich freue mich sehr darauf, dich und dein Pferd auf eurem Weg unterstützen zu können!

Liebe Grüße,
Maren von Dressurfreude